Ohne Wald sind die Lawinen los
Seit Jahrhunderten ist der Wald der zuverlässigste Lawinenschutz in den Bündner Tälern. Wo er durch Brände, Rodungen, Übernutzungen oder Stürme gelichtet wurde, erhielten Lawinen die Gelegenheit, sich auszutoben. So wurde im Eidgenössischen Forstgesetz von 1902 festgelegt, dass die Fläche der Gebirgswälder nicht verkleinert werden darf.
Lawinenzähmende Bauwerke
Wo es früher keinen Wald gab, wo es ihn auch heute nicht gibt – insbesondere oberhalb der Waldgrenze – muss der Mensch Bauwerke erstellen, um sich vor Lawinen zu schützen. Diesbezüglich gibt es drei verschiedene Formen von Bauwerken:
- solche, die verhindern, dass eine Lawine entsteht
- solche, die eine niedergehende Lawine lenken – über eine Strasse hinweg oder an einem Gebäude, an einer Siedlung vorbei
- solche, die eine niedergehende Lawine abbremsen und auffangen.
Unesco-Welterbe. Lawinengalerie der RhB bei Bergün-Muot.
Bild Markus Weidmann / Amt für Wald und Naturgefahren